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präsentiert von Spex - Magazin für PopkulturMissy MagazineByteFM,
Exberliner, zitty Berlin und The Chop 


Circuit des Yeux
Klaus Johann Grobe

Ought
Repetitor
Saba Lou
The Courtneys

The Limiñanas
U.S. Girls
u.a...
 

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mit freundlicher Unterstützung des Musicboard Berlin

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(Freitag & Samstag)

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ARTISTS

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Circuit Des Yeux

Der Schreiber des Pressetextes von Circuit des Yeux 2017 erschienenen Albums Reaching for Indigo (Thrill Jockey) hat sich einen Witz erlaubt: Haley Fohrs Stimme würde zwar ohne weiteres über vier Oktaven kommen, jedoch immer nur dann, wenn es nicht regnet. Doch Circuit des Yeux könnte verregneter nicht sein: Fohrs Stimme klingt immer ein wenig geisterhaft und eine Tonlage zu tief, während ihr elegisches Songwriting zwischen schepprigem Post-Minimalismus, stehenden Synth-Arpeggios und anderen Sound-Extravaganza eine außerweltliche Schönheit entwirft. Und schon bevor Haley Fohr 2012 nach Chicago zog, kollaborierte sie mit Glenn Branca, Lee Ranaldo, Bill Orcutt, Bonny ‘Prince’ Billy und Olivia Block. Wem das nun noch immer nichts sagt, der möge bitte bei Anthony and the Johnsons, dem späten Scott Walker, der frühen Diamanda Galas und Nico nachschlagen, und sich ein Bild von gediegener Dunkelheit verschaffen.

Video : Brainshift
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Klaus Johann Grobe

Klaus Johann Grobe hat ein neues Album. Und es ist mehr Disco als jemals zuvor. Und deswegen heißt es auch Du bist so symmetrisch. Denn Disco ist für Klaus Johann Grube etwas Systemisches. Und als Schweizer Neu-Krautrock-Duo nähert man sich dem autodidaktisch. Und diese Annäherung gelingt Keyboarder und Sänger Sevi Landolt und dem singenden Schlagzeuger Daniel Bachmann ziemlich gut. So gut sogar, dass sich ein Bild wie, Post-Hamburger Schule trifft im Studio von Zoot Woman auf Captain Future gar nicht erst aufdrängt. Doch aufdrängen tun sich Klaus Johann Grube sowieso nicht. Denn dafür sind sie zu smart. Klaus Johann Grube schätzen zwar auf ihrem neuen Album von allen Gedanken am meisten die Interessanten, doch auch dort wird – nicht ganz überraschend – für den Groove immer noch der Körper gebraucht.. Du bist so symmetrisch erscheint im Oktober 2018 auf dem US-Label Trouble in Mind.

Video : Discogedanken
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Ought

Und weiter geht’s für Ought aufs nächste Level. Nach dem Debüt More Than Any Other Day von 2014 und dem Nachfolger Sun Coming Down von 2015 (beide auf Constellation), hat sich das Quartett um Sänger Tim Darcy zunehmend von den Postpunk-Wurzeln losgeeist. Ohne jedoch an Sperrigkeit, Vertracktheit, Unmittelbarkeit und Dringlichkeit zu verlieren, nutzen Ought diesen Schritt, um der Zweidimensionalität bisheriger Rock-Formalismen den Rücken zuzukehren und um die Klang-Palette hin zu optionaler Vielheit zu erweitern. Pitchfork resümierte zwar lakonisch, dass Room Inside the World (Merge Records, 2018) straightens out their sound, doch das kann a) bei Musikern aus Montreal nur als Kompliment gelesen werden und b) eine phantastischen Live-Band wie Ought nur anspornen, es auf der Bühne noch mehr knacken zu lassen. Wir sind gespannt, wie Ought den dritten Pfad zwischen Theatralität und Effizienz beschreiten werden.

Video : Desire
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Repetitor

John Robb sagte auf Louder than War einmal, dass Repetitor eine der besten Live-Bands der Gegenwart seien. Und wer sich an den bass-heavy Wall-of-Sound dessen Band The Membranes erinnert, wird verstehen, welche Furchen Repetitor geschlagen haben müssen, um diesen Eindruck zu hinterlassen. Zusammengefasst: Repetitor sind die Postpunk/Garagenrock/Proto-Grunge-Überflieger aus Belgrad und liefern den besten Beweis, dass der Balkan mit den Säulenheiligen westlichen Alt-Rocks (Mudhoney, Fugazi, Sonic Youth, Pixies, Nivana, Black Sabbath und Suicide) noch nicht abgeschlossen hat. Mit drei Alben und etlichen Europa-Tourneen seit 2008 hat sich das serbische Power-Trio zwischen Energie, Temperament, Attack und Repetition den Ruf als eine der wildesten und energetischsten Bands des Balkans erspielt und wird das zum Puschenfest sehr wahrscheinlich genau so unter Beweis stellen.

Video : Suženi snovi
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The Courtneys

Not from Portland but from Vancouver, British Columbia! Nachdem The Courtneys’ selbstbetiteltes Debüt vor einer Weile einiges an Fuzz verursachte, hat sie das Nachfolge-Album vom letzten Jahr auf dem legendären Neuseeland-Label Flying Nun (welches schlicht betitelt II hieß) einmal rund um den Globe geschickt. Und zu Flying Nun passen sie wie der Twang in den Beat. Auch wenn sie dort nach über 35jähriger Label-Geschichte die erste Girl-Band überhaupt sind. Denn ihr Slacker-Pop (das Label-Info nennt es leicht affektiert Artisanal Grunge) ist nicht nur ein schlüssiges Update aus grungey 90s und dreamy Shoegaze (Breeders, Shop Assistants, The Primitives und Teenage Fanclub), sondern schlägt auch obendrein noch einen überaus nachvollziehbaren Bogen zu Contemporaries wie Bleached, Eddy Current Suppression Ring, Cassie Ramone oder Colleen Green.

Video : Silver Velvet
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The Limiñanas

Bestimmt werden The Limiñanas immer mal wieder mit dem Moon Duo verwechselt, zumindest äußerlich. Doch das Duo der Eheleute Lionel & Marie Limiñana ist schon längst zu einer 7-köpfigen Band angewachsen, die – auch mitlerweile äußerst erfolgreich – das beschwingte Yéyé der 60er mit dem drogenschwangeren Rock der späten 70er verschneidet. Und auch auf dem fünften Album der Band, Shadow People (Because Music, 2018) scheppern zwischen Fuzz, Wahwah und acid-tinged Freakouts, die Referenzsysteme Velvet Underground, The Kinks und der Back from The Grave-Katalog im Hintergrund mit. Umweht von der Aura Gainsbourgs und der Songwriter-Sensibilität Nancy Sinatras / Lee Hazlewoods entwerfen The Limiñanas so einen stark elektrifizierten und uptighten Wall-of-Sound, der merkwürdig authentisch und absolut zeitgemäß-retro zugleich ist. Und ausnahmsweise kommt hier ein Hype mal nicht aus dem Herzen Paris, sondern hat erstmal unbemerkt am Rande der Pyrenäen sein dunkles Herz entwickeln können.

Video : Istanbul is Sleepy
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Saba Lou

All eyes on Saba! Denn Saba Lous Debüt-Album Planet Enigma ist ein meisterhaftes Singulär und eine Perle wunderbarer Provenienz zugleich: Saba Lou ist 17 Jahre jung, die Tochter von Rhythm’n’Garage-Gott King Khan und in dieser Konstellation hat man es bestimmt auch nicht immer ganz leicht. Vor allen Dingen, wenn der erste Track schon im zarten Alter von 6 veröffentlicht wurde (auf einer 7” der besten Synthpunkband der Welt, The Spits). Doch von jugendlicher Schüchternheit ist hier absolut nichts zu spüren, ganz im Gegenteil: Denn Planet Enigma (letztes Jahr auf King Khans Kannibalism Label erschienen) ist das äußerst gelungene Songwriter-Debüt einer alten Seele mit junger Stimme, die sich auf die Suche nach Transzendenz begibt. Und diese findet sie zwischen Delta Blues, femininer Doo Wop-Sensibilität, Eden Ahbez’ Südsee-Exotica und den dezenten Effektwelten von King Khan’s analogem Moon-Studio. Live wird Saba Lou übrigens von einer Bagage um Chuckamucks Oska Wald begleitet.

Live video : Embrace The Sun

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U.S. Girls

Meg Remys bisheriger Weg ist gelinde gesagt atemberaubend. Von den verschrobenen Song-Fragmenten ihrer ersten Alben, hin zu Rosebud, der nahezu charts-kompatiblen Single-Auskopplung aus ihrem aktuellen Album In A Poem Unlimited (4AD, 2018) liegen definitiv diverse Quantensprünge. Doch trotz veränderter Soundästhetik ist sich Remy ihrer Message treu geblieben: Mit feinem, analytischem Gespür entwirft sie auch auf In A Poem Unlimited eine präzise Sozial- und Systemkritik, die über pro-feministische Positionen weit hinausgeht und deren inhaltliche Legitimation nicht erst seit #metoo absolut zeitgemäß ist. Und wie gut sich Remys soulige Stimme mit dem improvisierten Proto-Disco-Sound ihrer 7(!)-köpfigen Backingband The Cosmic Range verträgt, und wie wunderbar hier Fragment um Fragment zu einer großen Narration verwoben werden, wird sie auf dem Puschenfest unter Beweis stellen. Sicher ist auf jeden Fall: U.S. Girls macht nicht nur solo eine äußerst gute Figur, sondern wird auch mit großer Band einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Video : Rosebud
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VENUE : FESTSAAL KREUZBERG
AM FLUTGRABEN 2
12435 BERLIN
S TREPTOWER PARK  / U1 SCHLESISCHES TOR



PROMOTER : PUSCHEN
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